Konrad-Geburtstag am 22.12. im Pilgerhäusl Hirschfelde

Am 22. Dezember, also mitten in den Weihnachtsvorbereitungen, hält die Gemeinde in Hirschfelde inne und feiert ein ganz besonderes Fest: den 200. Geburtstag des heiligen Bruders Konrad von Parzham. Er ist der Patron von Kirche und Pilgerherberge. Sein Geburtstag am Übergang vom Advent zum Weihnachtsfest könnte treffender nicht liegen, denn auch sein ganzes Leben war geprägt vom Dienst an einer Schwelle. Im Kapuzinerkloster Altötting (Bayern) oblag es ihm, als Pförtner jene zu versorgen, die es am nötigsten hatten: die Armen und Hungrigen. Mit seiner gütigen Art strahlte er für viele das aus, was wir Weihnachten feiern: das Licht Gottes, das uns in der Dunkelheit den richtigen Weg weist. Wer mit den Hirschfeldern in Kirche und Pilgerhäusl in der Komturgasse 9 den Konrad-Geburtstag feiern möchte, ist herzlich eingeladen. Um 14.30 Uhr gibt es eine festliche Kaffeetafel. Danach wird der Film „Bruder Konrad von Parzham – der Türöffner Gottes“ gezeigt. Um 17.30 Uhr schließt sich die Heilige Messe an. Wer möchte, kann auch die aktuelle Ausstellung „Betlehem mitten in Böhmen“ mit 24 alten und neuen Papier- und Faltkrippen besichtigen.

Geistlicher Impuls für die Woche 48/2018

Antonius der Große – Teil 7: Was uns Antonius hinterlässt

„Der Mensch stirbt, wie er gelebt hat.“ Dieser Satz fällt immer wieder, wenn Mitarbeiter von Hospizdiensten oder Palliativstationen interviewt werden. Sie beobachteten, dass es jene Sterbende leichter haben, die auch schon vorher gelernt haben loszulassen. Ein solcher Zusammenhang ist natürlich keine neue Erkenntnis unserer Zeit. Schon in der frühchristlichen Tradition galt die Einstellung zum Tod als wichtiges Indiz für die Glaubenskraft. Besonders die Märtyrer wurden wegen ihres Mutes, für ihren Glauben das eigene Leben hinzugeben, bewundert und verehrt. Diese Furchtlosigkeit ist auch bei den Wüstenvätern ein Thema, auch wenn sie keinen Todesqualen durch Folter oder Raubtiere ausgesetzt waren. Deswegen wollen wir uns in der letzten Betrachtung mit dem Tod von Antonius dem Großen befassen. » Alles lesen


 

Geistlicher Impuls für die Woche 47/2018

Antonius der Große – Teil 6: Der Rufer in der Wüste

Wer sich mit dem Leben der Wüstenväter beschäftigt, wird schnell merken, dass es diesen Asketen ausschließlich um Konflikte ging, die im Inneren der Seele auszutragen sind. Ihre Lehre setzt beim Umgang mit den eigenen Gedanken an. Doch wer glaubt, dass die Eremiten nur um sich selbst kreisen und keinen Blick mehr für die Probleme der Welt haben, wird durch die Lebensbeschreibung des großen Antonius eines Besseren belehrt. Denn sowohl Bischof Athanasius, als auch der Autor der Legenda aurea erzählen von einer Begebenheit, bei der es um einen äußeren Kampf, um einen Angriff auf die christliche Kirche geht. Das Lübecker Tafelbild, das den Werdegang des hl. Antonius in zwölf Szenen beschreibt, widmet dieser Schilderung gleich zwei Einzelbilder. Gemeint ist die Auseinandersetzung mit Ballachius, dem Herzog von Ägypten.   » Alles lesen


 

Geistlicher Impuls für die Woche 46/2018

Antonius der Große – Teil 5: Es kommt auf das Ziel an…

Seit ca. dreißig Jahren ist es in Mode gekommen, zeitbedingte Phänomene an einer bestimmten Generation festzumachen und dieser dann auch eine Bezeichnung zu geben. So sprechen Soziologen seit kurzem beispielsweise von der „Generation Zuviel“. Das sind Menschen, die zwischen 1965 und 1985 geborenen wurden und, wie es der Name sagt, an einem Zuviel leiden: an zu viel Leistungsdruck, an zu vielen Verpflichtungen, an zu vielen Entscheidungsoptionen. Oder anders gesagt: Sie empfinden das Leben als ein Art Zerreißprobe, weil sie unheimlich viel von sich, ihrem Partner bzw. den Kindern erwarten und dabei an ihre Grenzen geraten. Doch eine solche Überforderung ist nicht neu in der Menschheitsgeschichte. Offensichtlich waren selbst schon die Wüstenväter davon betroffen, wenn auch in einer deutlich anderen Ausprägung. Deswegen wollen wir dieses Thema in der fünften Betrachtung zu Antonius dem Großen ein wenig beleuchten.   » Alles lesen


 

Geistlicher Impuls für die Woche 45/2018

Antonius der Große – Teil 4: Aufgrund einer Eingebung

Dem modernen Menschen geht immer mehr die Intuition verloren. Das beklagen derzeit zum Beispiel
einige Erziehungswissenschaftler, die auf die zunehmende Unsicherheit junger Eltern verweisen.
Schuld sei vor allem die Kopflastigkeit, die aus der Beschäftigung mit unzähligen und sich oft
widersprechenden Ratgebern resultiert. Dieses Phänomen ist heutzutage auch in der spirituellen
Praxis zu beobachten. Deswegen wollen wir mit der vierten Betrachtung über den hl. Antonius den
Großen einmal darauf achten, welche Rolle die Eingebung bei den Wüstenväter spielt – auch mit
dem Anliegen, ihr in unserem geistlichen Leben mehr Raum zu geben.

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