Geistlicher Impuls für die Woche 16/2018

„Herrgottszeichen“ und ihr Auftrag

„Hotspot“ – so nennt man eine Stelle, an der ein kostenloser Internetzugang möglich ist. Der Begriff stammt aus dem Englischen und lässt sich mit „heißer Punkt“ übersetzen. Um solche „Hotspots“ – allerdings im spirituellen Sinn – soll es in dieser Betrachtung gehen. Denn es gibt auch im religiösen Bereich Orte, denen man besondere „Empfangsqualitäten“ zuschreibt – Orte, wo der Mensch besonders sensibel ist für die geistliche Dimension des Lebens. Wir denken hierbei sicher zuerst an die heiligen Stätten des Christentums, an kleinere Wallfahrtsorte und nicht zuletzt an unsere Kirchen. Aber es gibt auch zahlreiche kleine „Hotspots“, die frühere Generationen noch zu schätzen wussten. Gemeint sind die vielen Wegkreuze, Bildstöcke und Kapellchen, denen wir in der heutigen Betrachtung unsere Aufmerksamkeit schenken wollen. Aus gutem Grund.   » Alles lesen


 

Geistlicher Impuls für die Woche 15/2018

Der Zweifel und sein Gesicht in einer Holzplastik bei Ernst Barlach

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Der Zweifel hat tausend Gesichter. Das wird besonders deutlich, wenn wir im Woxikon nach einem Synonym für diesen Begriff suchen. Denn dann werden uns 22 verschiedene Bedeutungshorizonte zur Auswahl gestellt; sie reichen vom noch harmlosen Bedenken über die Hoffnungslosigkeit bis hin zum Misstrauen und zur Bedrohung. Daher muss es uns nicht verwundern, wenn auch der Glaubenszweifel ganz unterschiedlich wahrgenommen und bewertet wird. Manche sehen im Hadern mit den Glaubensaussagen eine Chance, Festgefahrenes wieder in Bewegung zu bringen. Andere halten solche widerstreitenden Stimmen eher als eine gefährliche Anfechtung, der es entschieden die Stirn zu bieten gilt. Eine ganz eigene Sichtweise auf den Glaubenszweifel schenkt uns Ernst Barlach, der berühmte Bildhauer aus Hamburg-Wedel. Seine in Holz geschnitzten Interpretation zum biblischen Text der Begegnung Jesu mit Thomas (vgl. Joh 20, 24-29) kann uns helfen, einen anderen Blick auf die eigenen Zweifel und ihre Folgen zu erhalten.   » Alles lesen


 

Geistlicher Impuls für die Woche 14/2018

„Werden – Sein – Vergehen“ –
das dreiteilige Gemälde von Giovanni Segantini als Osterweg (Teil 3)      

Giovanni Segantini bildet in seinem Alpentriptychon den Jahreskreis ab; daher folgt nach Frühling und Sommer ein klassisches Wintermotiv. So selbstverständlich diese Abfolge ist, so irritierend ist doch die Wahl dieser eisigen Stimmung für eine Osterbetrachtung, für die sich eher eine Abbildung von der erwachenden Natur anschicken würde. Doch der Schweizer Landschaftsmaler überrascht erneut mit symbolischen Zeichen, die diesmal vor allem im Kontext mit den beiden vorherigen Bildern zu erschließen sind. So viel sei jetzt schon verraten: Wenn wir sie aufspürt haben, werden wir uneingeschränkt zustimmen können, dass hier mitten im Winter Ostern eingezeichnet ist.

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Geistlicher Impuls für die Woche 13/2018

„Werden – Sein – Vergehen“ –
das dreiteilige Gemälde von Giovanni Segantini als Osterweg (Teil 2)      

Nachdem wir uns ausgiebig mit dem „Werden“ in Segantinis Alpentriptychon befasst haben, wollen wir uns nun das zweite Gemälde vornehmen. Ganz in der Ordnung der Jahreszeiten lässt der Künstler dem Frühlingsbild ein Sommermotiv folgen. Wieder wird das ländliche Leben im Hochgebirge gezeigt; wieder sind Menschen mit ihrem Vieh auf dem Weg nach Hause – diesmal aber an einem anderen Ort: hoch oben auf dem Schafberg bei Pontresina, von wo aus man einen grandiosen Panoramablick Richtung Julierpass hat. Der Landschaftsidylle sind erneut einige beachtenswerte Symboliken eingefügt, die wir in unserem Zugehen auf Ostern bedenken wollen.

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Geistlicher Impuls für die Woche 12/2018

„Werden – Sein – Vergehen“ –
das dreiteilige Gemälde von Giovanni Segantini als Osterweg (Teil 1)      
 

Wenn – so wie in diesem Jahr – nach den ersten wärmeren Tagen noch einmal ein Wintereinbruch kommt, möchten wir Schnee und Kälte am liebsten gleich wieder vertreiben. Denn wir haben uns schon auf den Frühling eingestellt, dessen Zauber sich wohl kaum einer entziehen kann. Auch in unserem geistlichen Impuls wollen wir der Sehnsucht nach der neuen Jahreszeit Raum geben, in dem wir uns mit einem Frühlingsbild befassen. Es bildet zugleich den Anfang eines dreiteiligen Gemäldes, das wir für unser Zugehen auf Ostern nutzen wollen.

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