Geistlicher Impuls für die Woche 43/2018

Antonius der Große – Teil 2: Kein Grund zur Sorge

Antonius der Große ist ein Vorzeigechrist – das erfuhren wir bereits in der vorhergehenden Betrachtung. In der von Bischof Athanasius verfassten Vita wird nur Lobenswertes über den jungen Ägypter berichtet: Antonius wird christlich erzogen, er geht seit der Kindheit regelmäßig in die Kirche, lässt sich als Zwanzigjähriger von Gottes Wort treffen und er teilt daraufhin seinen Besitz mit den Armen. Was will man mehr? Doch für den Kirchenvater ist der geistliche Weg des Antonius längst nicht am Ende. Genau genommen fängt er jetzt erst richtig an.

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Geistlicher Impuls für die Woche 42/2018

Antonius der Große – Teil 1: Der Anruf inmitten eines Schicksalsschlages

Die Geschichte der christlichen Spiritualität ist eine Geschichte von gewagten Experimenten. Meistens sind es zunächst einzelne Menschen, die auf der Suche nach einem gottgefälligen Leben völlig neue Wege gehen – oft verbunden mit dem Phänomen, dass sich weitere Anhänger für dieses Abenteuer finden und schließlich eine geschichtsträchtige Bewegung auslösen. Einer dieser kühnen Pioniere ist Antonius der Große, der im 4. Jh. die Wüste als spirituellen Lebensort für sich entdeckt. Dieser mutigen Gestalt widmen wir eine Betrachtungsreihe, um uns zugleich dem Thema des diesjährigen Besinnungstages im Pilgerhäusl anzunähern: der Spiritualität der Wüstenväter als Lebensorientierung für heute.   » Alles lesen


 

Geistlicher Impuls für die Woche 41/2018

Buch Rut – Teil 7: Erzähltes auf sich selbst beziehen

In Estland sagt man: „Feiertage kommen wie Könige und gehen wie Bettler.“ Das Sprichwort kontrastiert die freudige Erwartungshaltung auf ein Fest mit dem wehmütigen Gefühl, wenn alles wieder vorbei ist. Der Kontrast muss auch so sein, denn jeder weiß: Wäre das Vergnügen von Dauer, so bräuchte es keine besonderen Feiertage mehr. Doch der Spruch lässt sich auch anders auslegen. Der letzte Teil unserer Betrachtungsreihe zum Buch Rut wird uns das aufzeigen.

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Geistlicher Impuls für die Woche 40/2018

Buch Rut – Teil 6: Aus Kleinem entsteht ganz Großes

Kleine Lebewesen besitzen eine seltsame Ambivalenz. Einerseits rühren sie an unseren Beschützerinstinkt; wir gehen zum Beispiel ganz behutsam mit einem Marienkäfer oder einer zarten Blüte um. Andererseits wird gerade das Kleine – wie eine Waldameise – oft übersehen oder gar achtlos zertreten. Im letzten Erzählabschnitt des Buches Rut werden wir eines von vielen Beispielen der Bibel hören, dass Gott gerade auf das Kleine setzt – und das mit Erfolg!

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Geistlicher Impuls für die Woche 39/2018

Buch Rut – Teil 5: auslösen und neu binden

„Lex specialis“ – so lautet ein juristisches Grundprinzip, nach dem beim Vorliegen mehrerer Rechtsvorschriften immer die speziellere gilt. Das leuchtet unmittelbar ein, wenn wir zum Beispiel an Verkehrsregeln denken. Dort „sticht“ ein Spielstraßenschild natürlich die allgemeine Regel, in-nerorts 50 km/h fahren zu dürfen. In der Rut-Geschichte treffen wir im fünften Teil unserer Be-trachtungsreihe genau auf solch einen Lex-specialis-Fall. Es geht um die für Rut so bedeutsame Frage, ob ein Israelit eine Moabiterin heiraten kann.

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