Geistlicher Impuls für die Woche 37/2018

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Buch Rut – Teil 3: Mehr als einem zusteht

„Das steht mir zu!“ – diese Forderung dürfte wohl eine der häufigsten Anwürfe sein, die sich Angestellte der Sozialbehörden tagtäglich anhören müssen. Doch nicht nur Menschen, die sich ihrer Arbeit und damit oft ihres Lebensinhaltes beraubt sehen, wissen ganz genau, was sie einfordern dürfen. Ein solches Anspruchsdenken hat sich mittlerweile wie ein Flächenbrand in der Gesellschaft ausgebreitet – es flammt auch in Politik, Wirtschaft und letztlich überall dort auf, wo der Blick auf das eigene Wollen auf Kosten anderer verengt ist. Das Buch Rut wird uns im zweiten Kapitel zeigen, wie sich dieses Thema in der jüdischen Tradition verankert hat. Und es zeigt dabei einen gleichermaßen bemerkenswerten wie nachahmenswerten Ansatz.   » Alles lesen


 

Geistlicher Impuls für die Woche 36/2018

 
Buch Rut – Teil 2: Nicht dem Naheliegenden, sondern dem Herzen folgen

In einem scheint sich die Welt einig zu sein: in der Typisierung von Schwiegermüttern. Die Mongolen geben zum Beispiel von Generation zu Generation den Spruch weiter, dass es „gut ist, wenn die Schwiegermütter fern und die Wasser nah sind.“ In Malaysia wird das Konfliktpotenzial noch schärfer formuliert, wenn gewarnt wird: „Wer der Schwiegermutter schmeichelt, krault einen Tiger.“ Auch im Buch Rut geht es um das Verhältnis zu einer Schwiegermutter, jedoch unter der Überschrift: „Es geht auch anders“. Im zweiten Teil unserer Betrachtungsreihe über diese spirituell tiefsinnige Erzählung aus dem Alten Testament erfahren wir, wie es mit Noomi weitergeht – jener Frau, die alles verlor: ihre Heimat, ihren Ehemann und auch die beiden Söhne. Und wir erfahren, worauf es in der jüdischen Tradition bei Entscheidungen ankommt.   » Alles lesen


 

Geistlicher Impuls für die Woche 35/2018

Buch Rut – Teil 1: Am Anfang war das Leid…

Viele Geschichten des Alten Testaments weisen in der christlichen Tradition ein seltsames Phänomen auf: Es gibt über sie wunderschöne – zumeist auch sehr ansprechend illustrierte – Kinderbücher. Bei den Erwachsenen spielen diese biblischen Erzählungen jedoch kaum noch eine Rolle. Es ergeht ihnen ähnlich wie den Märchen: Sie bleiben – bildlich gesprochen – förmlich in den Kinderschuhen stecken. Das ist schade, weil sie uns ein Leben lang viel zu sagen hätten. Allerdings gleichen die alttestamentlichen Texte oft einer Schalenfrucht. Das heißt: Unter der Oberfläche der eingängigen Geschichten verbirgt sich weitaus mehr. In einer mehrteiligen Reihe wollen wir dieses wertvolle Innere behutsam herausschälen und zwar ganz konkret anhand des Buches Rut.   » Alles lesen


 

Geistlicher Impuls für die Woche 34/2018

Klosterneugründung in Neuzelle – kleines Wunder auf großem Fundament…

Manche empfinden es als kleines Wunder: Genau im Jahr des 750-jährigen Bestehens feiert das Kloster Neuzelle nach jahrelangen Restaurierungsarbeiten nicht nur die Auferstehung der prachtvollen Barockanlage, sondern auch die Rückführung zu seiner eigentlichen Bestimmung. Nach gut 200 Jahren kehren die Zisterzienser zurück und setzen so einen beachtenswerten spirituellen Farbtupfer – für uns ein Anlass, einmal die Faszination, die von der zisterziensischen Lebensweise ausgeht, zu beleuchten. Diese kleine Erkundungsreise kann uns zugleich Anregungen schenken, einige Grundgedanken der Zisterzienser auch für unser spirituelles Leben in Betracht zu ziehen. Denn der Zisterzienserorden baut seit Anbeginn auf ein großartiges geistliches Fundament. » Alles lesen