Filialkirche Bernstadt

Katholische Kirche St. Nikolaus in Bernstadt-Kunnersdorf

Der Grundstein wurde am 18. Juni 1901 gelegt – und schon am 16. September des gleichen Jahres konnte der apostolische Administrator für die Oberlausitz, Titularbischof Dr. Georg Wuschanski, die Weihe der Kapelle in Bernstadt vollziehen. Die finanziellen Mittel für den Bau kamen vom Bonifatiusverein in Paderborn, dem Domstift in Bautzen und dem Zisterzienserinnenkloster St. Marienstern. Ein besonderer Förderer des Kirchbaues war der aus Königshain stammende Kantor Nikolaus Buhr. Seinem Wunsch entsprechend erhielt die Kapelle das Patrozinium des Hl. Nikolaus von Myra.

Die Kapelle wurde im neugotischen Stil erbaut. Das ist noch heute besonders erkennbar an den Spitzbögen der Fenster, den Stützpfeilern und dem Dachreiter. 1907 konnte die Glocke geweiht werden.

Weil nach dem 2. Weltkrieg viele Katholiken auch auf den Eigen kamen, wurde die Kapelle zu klein. So wurde trotz großer Schwierigkeiten (Genehmigung erhalten, Material beschaffen) ein Ausbau vorgenommen wurde. Dabei erfolgten Erweiterung der Längsachse, Bau der Empore und Sakristei, Neugestaltung der Stirnfront, Vertiefung des Heizungskellers. Bischof Otto Spülbeck weihte am 17. September 1955 die nunmehrige Pfarrkirche neu ein. Die künstlerische Gestaltung übernahm damals der Ostritzer Künstler Emil Pischel, von dem auch das Altarbild und die Kreuzwegstationen stammen. Der Taufbrunnen aus gebranntem Terracotta wurde 1935 von Hubert Essing, Münster, gefertigt. Die zweimanualige Orgel der Bautzner Firma Eule stammt aus dem Jahr 1963. 1997-1999 konnte die Kirche innen und aussen umfangreich saniert werden.