Pfarrkirche Ostritz

Bild der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt Ostritz
Pfarrkirche Ostritz

Die Katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt Ostritz ist eine der ältesten Kirchen des Bistums Dresden-Meißen. Bis heute steht sie offen für Gottes Dienste an uns Menschen und unsere Hinwendung zu ihm: Eucharistiefeiern, Beichten, Taufen, Firmungen, Hochzeiten, Rosenkranzgebete, Kreuzweg- und Maiandachten, Friedensgebete, Trauerfeiern, stille Gebete, ….

Die baulichen Ursprünge dieses Gotteshauses gehen in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück. Zu den ältesten erhaltenen Teilen gehört das Kreuzrippengewölbe mit den Symbolen der vier Evangelisten an der Decke über dem Altar.

Innenansicht zu Erntedank
Innenansicht zu Erntedank

Ursprünglich den Aposteln Petrus und Paulus geweiht, erhielt die Kirche unter der Obhut der nahe gelegenen Zisterzienserabtei ein neues Patrozinium: Mariä Himmelfahrt. Das große Wandbild über dem Altar von Philipp Leubner aus dem Jahr 1773 kündet davon. Überhaupt findet man in der Kirche viele Szenen aus dem Leben Mariens: in der Ostritzer Vorhalle Maria mit ihrer Mutter Anna und dem Jesuskind, im Chorraum links das Weihnachtsgeschehen, gegenüber die Krönung Mariens im Himmel, im nördlichen Seitenaltar eine Pieta-Skulptur (um 1480), im südlichen die Überreichung des Skapuliers an den hl. Simon Stock, in der Blumenberger Vorhalle die Erscheinung Mariens vor dem hl. Johannes Nepomuk.

Geht man von der Marktseite in die Kirche, tritt man zwischen Petrus und Paulus hindurch ein in eine Vorhalle mit dem Annenaltar (1716), um dann wiederum durch ein romanisches Portal zwischen Maria und dem Erzengel Gabriel in das Hauptschiff zu gelangen. Dort fällt vor allem die aus Sandstein gearbeitete Kanzel mit ihren vielen Reliefs auf: am Aufgang die Heiligen Katharina, Barbara, Ursula, Maria, am Kanzelkorb Mose und die eherne Schlange sowie Kreuzigung und Auferstehung Christi. Der Kanzel gegenüber hängt eine (wie die Seitenaltäre) frisch restaurierte Kreuzigungsgruppe (Ende 17. Jh.) mit Maria und Johannes. Bemerkenswert sind auch der Hochaltar und das hölzerne Taufbecken (Jan Hajek, 1786), das Sandsteingrabmal nördlich neben dem Hochaltar, die eisenbeschlagene Tür zur Sakristei (1703), der Altar (1742) zu Ehren des Salvators in der Blumenberger Vorhalle, die restaurierte, 1878 von Karl Eduard Jehmlich gefertigte Orgel, die 1873 eingebaute Kassettendecke und die Buntglas­fenster (1899) im Altarraum. Der Ostritzer Künstler Emil Pischel malte 1938 die 14 Bilder des Kreuzweges Christi.

Das Geläut von 4 bronzenen Glocken aus dem Jahr 1961 ruft täglich uns Menschen, Kirche zu sein: von Christus Gerufene, die sich in seinem Namen im Hause Gottes versammeln und dem Ewigen die Ehre geben, indem sie Gerechtigkeit und Frieden walten lassen und die ganze Schöpfung bewahren.