Pastorale Fragestellungen

Angesichts des Strukturwandels entsteht eine Vielzahl von Fragen, auf die es derzeit noch keine Antwort gibt. Diese gilt es gemeinsam zu suchen.

  • Wie gestaltet sich künftig die Leitung von Gemeinde, wenn sie nicht mehr durch einen Priester vor Ort wahrgenommen werden kann? Wird der Bischof Laien als Gemeindeleiter vor Ort beauftragen?
  • Wie kann die Eucharistiefeier, die das 2. Vatikanum als Gipfel und Quelle kirchlichen Lebens bezeichnet, wirklich ihren zentralen Ort für das Gemeindeleben behalten? Ist die Weihe von „viri probati“ ein Weg dafür?
  • Welche anderen Gottesdienstformen können für das Gemeindeleben in einer Weise Gestalt gebend werden, dass sie nicht nur eine kleine Fangemeinde erreichen, sondern die ganze Gemeinde.
  • Welche Möglichkeiten einer Vernetzung der verschiedenen Gemeinden lassen sich mit Leben erfüllen? Welche sind zukunftsfähig?
  • Welche neuen Wege müssen in der Kinder- und Jugendpastoral oder auch auf dem Gebiet der Sakramentenvorbereitung gegangen werden?
  • Welche Ansätze der Glaubensweitergabe lassen sich verwirklichen, welche nicht nur die eigenen Gemeindemitglieder, sondern auch Nichtgetaufte mit einbeziehen?

Sicher gibt es darüber hinaus noch eine ganze Reihe weiterer Fragen. Deutlich wird allerdings schon hier, dass manche Antworten auf Pfarreiebene, andere auf Bistumsebene, wieder andere auf der Ebene der Weltkirche gefunden werden müssen. Deutlich wird sicher auch, dass auf dieser Suche auch mit Irrwegen und Sackgassen gerechnet werden muss.

Andere Fragestellungen sind durch das Rahmengespräch seitens der Bistumsleitung an uns herangetragen worden.

  1. Wo erleben Sie im kirchlichen Leben neben den demografisch bedingten Abbrüchen auch neue Chancen und Begabungen, die vielleicht noch stärker gefördert werden können?
  2. Wo gibt es im gesellschaftlichen Umfeld Ansatzpunkte für ein Zusammenwirken mit anderen „Menschen guten Willens“ (so das II. Vatikanische Konzil)?
  3. Welche Orte werden künftig Brennpunkte kirchlichen Lebens im Verantwortungsraum sein, was muss evtl. aufgegeben werden?
  4. Wie können Sie Ihre kirchlichen Orte und Initiativen als zukunftsträchtige Form kirchlichen Lebens, als gemeinsamen Schatz der Oberlausitzer Katholiken stärken?
  5. Besteht die Möglichkeit, auf dem Hintergrund der abnehmenden Kinderzahl die Kinder- und Jugendarbeit in der Region stärker zu vernetzen?
  6. Welche Antwort geben Sie auf die Zunahme der älteren Menschen in der Region? Wie könnte eine qualifizierte Seniorenpastoral aufgebaut werden, die die Älteren in die Gestaltung mit einbezieht und mit anderen gesellschaftlichen Akteuren zusammenwirkt?
  7. Wie können Sie den wiederholt geäußerten Wunsch nach einer geistlichen Vertiefung aufgreifen? Welche Bedeutung können dabei die besonderen kirchlichen Orte wie Kloster, Caritas, grenzüberschreitende Wallfahrten, geistliche Gemeinschaften wie GCL und Schönstatt haben?