Strukturwandel bis 2025

Der bevorstehende Strukturwandel kann keinesfalls nur auf eine innerkirchliche Perspektive beschränkt werden. Die gibt es auch. Allerdings ist dieser eingebettet und mit bestimmt von einem gesellschaftlichen Strukturwandel. Hier hat insbesondere der demographische Wandel ein sehr starkes Gewicht. Unsere Region muss mit einer zunehmenden Abwanderung der jüngeren Generation leben. Infolge dessen nehmen Bevölkerungszahlen und Gemeindemitgliederzahlen gleichermaßen ab, wie die Überalterung der Bevölkerung und der Gemeinden zunimmt. Dieser Prozess findet in ganz Europa statt, unsere Region jedoch erfährt ihn in äußerster Intensität.

Die innerkirchliche Perspektive hat zwei Schwerpunkte: die Verteilung des hauptamtlich angestellten Personals und die Verteilung von zur Verfügung stehenden Finanzen.

Im Rahmengespräch wurde in Bezug auf die Frage nach dem hauptamtlichen Personal klar gestellt, dass OSTZILÖ künftig nur noch zwei Priester und einen Gemeindereferenten zur Verfügung haben wird. Ruheständler sind hier nicht berücksichtigt. Damit liegt es wohl auf der Hand, dass der derzeitige Löbauer Pfarrer Michael Dittrich keinen Nachfolger mehr bekommen wird, wenn er in den Ruhestand geht.

Die zur Verfügung stehenden, vom Bistum bereitgestellten Finanzen werden ab 2016 nach einem neuen Schlüssel berechnet. Einzelheiten finden sich in der Dokumentation des Rahmengespräches. Summarisch gesehen ändert sich im Vergleich zu den Vorjahren nichts in erheblicher Weise. Unter Berücksichtigung des demographischen Wandels müssen wir jedoch klar zur Kenntnis nehmen, dass dieser auch zu einer geringer werdenden finanziellen Ausstattung der Pfarreien führen wird. Erschwerend kommt hinzu, dass der Bestand an Immobilien schon jetzt so hoch ist, dass keine ausreichenden Rücklagen für künftige Investitionen gebildet werden können. Die Schere öffnet sich also immer mehr. Im Gegensatz zu der Frage hauptamtlichen Personals müssen Entscheidungen auf diesem Gebiet von den Pfarreien getroffen werden, sind sie doch Besitzer dieser Immobilien. Deutlich ist, dass es keine einfachen und leichten Entscheidungen werden.

Ein weiteres Element des Strukturwandels besteht in einer veränderten Territorialgliederung der Pfarreien. Die Pfarreien, die jetzt eine Verantwortungsgemeinschaft bilden, sollen mittelfristig eine Pfarrei werden. War bisher der Begriff „Pfarrei“ mit dem Begriff „Gemeinde“ weitestgehend deckungsgleich, so wird eine künftige Pfarrei demnach aus mehreren eigenständigen Gemeinden bestehen.