Pfarrei Ostritz

Mitten unter den Menschen

ökumenischer Gottesdienst auf dem Markt

Die Kleinstadt Ostritz hält einige Besonderheiten parat, Kloster und Pfarrkirche prägen den Ort durch die ihnen verbundenen Menschen auf je eigene Weise. Weit über die Hälfte der Menschen gehören zu einer der christlichen Kirchen, die katholischen Christen bilden dabei – für Sachsen untypisch – die Mehrheit. Weil über die Jahrhunderte Ostritz unter dem Patronat und Schutz des Zisterzienserinnenklosters St. Marienthal und zeitweilig unter dem Schutz des böhmischen Königs stand, blieb die Stadt während der Reformation katholisch. Heute prägen viele Christen den Ort durch ihr politisches und gesellschaftliches Engagement überdurchschnittlich. Das katholische deutsch-polnische Kinderhaus, die Caritas-Sozialstation und Caritas-Altenheim sind wichtige Einrichtungen im Ort und mit dem Internationalen Begegnungszentrum (IBZ) im Kloster auch große Arbeitgeber. Daraus resultiert eine große Verantwortung.

Unsere diesjährige Osterkerze möchte verdeutlichen, dass wir Christus unter den Menschen und in unserer Gemeinde erfahrbar machen wollen.  

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Der Herr ist auferstanden – Halleluja!

Osterkerze 2018

Wir sehen ein Kreuz zusammen gesetzt aus vielen kleinen Teilen. Die Balken sind nach oben gebogen – steht der Herr jubelnd, segnend vor uns?
Kein Körper ist zu sehen. Der tot war, er lebt. Aber er entzieht sich auch unseren äußeren Augen, wie bei den Jüngern, die nach Emmaus gingen: „Doch ihre Augen waren gehalten, sodass sie ihn nicht erkannten.“ Als sie ihn beim Brotbrechen erleben „wurden ihre Augen aufgetan und sie erkannten ihn; und er entschwand ihren Blicken.“ (Lk 24, 16.31)
Auch Maria aus Magdala, die Jesus besonders nahe stand, täuschen die Augen: „Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. […] Sie meinte, es sei der Gärtner“ (Joh 20,14-15) Ihre glaubenden Augen erkennen ihn, als er sie anspricht: „Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und sagte auf Hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister.“ (Joh 20, 16)
Gott ist durch seinen auferstandenen Sohn in unserer Mitte, sichtbar aber nur dem Auge des Glaubens. Dieser Glaube kann sich in unserem Leben und in der Gemeinschaft entfalten. „Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Mt 18, 20)
Vielfältig sind die Gaben, die mit Jeder und Jedem hinzugefügt werden. Aus zwölf Farben sind die vielen Teile – Zahl der Vollkommenheit. Die diesjährigen Kommunionkinder sind mit ihren Anfangsbuch­staben auch zu sehen. Eine Gemeinschaft, die aus dem Glauben lebt, ist lebendig und zieht andere an. Wird dann unter uns auch die erste Botschaft des Auferstandenen erfahrbar: „Friede sei mit Euch!“ (Joh 20,19) ?
Ich glaube fest daran.  

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Ostritzer Friedensfest

Das Ostritzer Friedensfest am 20.-22. April 2018 mit dem abschließenden ökumenischen Gottesdienst auf dem Marktplatz organisierten und gestalteten viele Christen aus unserer Gemeinde entscheidend. Wir Christen stehen für Mitmenschlichkeit, Nächstenliebe und gegenseitige Achtung. Jesus ging zu den Blinden (Bartimäus), Ausgegrenzten (Zöllner wie Zachäus), Witwen, Kindern … Deswegen können wir nicht gleichgültig zusehen, wenn Menschen neu ausgegrenzt werden, rassistische Gedanken populär werden. Ebenso beunruhigt es uns, wenn unsere Mitmenschen gleichgültig werden, resignieren oder in soziale und emotionale Not geraten.