Arbeitskreis „Astrachan“

Unsere Partnerschaft mit der Gemeinde „Hl. Gottesmutter Maria“ in Astrachan – Südrussland

Astr. Jubiläumsfeier (2)Astrachan, das Tor zum Orient, ist eine Stadt von einer halben Million Einwohnern, in der überwiegend Russen, Tataren, Kasachen und Kaukasier leben. In Astrachan endet die Wolga und beginnt ihr großes Flussdelta. Daneben gibt es unendliche Flächen von Steppe.

Die katholische Kirche steht im historischen Teil der Stadt, in naher Nachbarschaft mit Moscheen, Synagogen und orthodoxen Kirchen. Diese relativ große Kirche wurde zu Stalins Zeiten zu einer Lagerhalle umfunktioniert. Das hat sie wohl vor der Zerstörung bewahrt. Seit 1992 darf die Gemeinde dieses Gotteshaus wieder nutzen, welches seit dieser Zeit notdürftig renoviert wurde und gegenwärtig vom Staat (auf russische Weise) restauriert wird.

die drei OrdensfrauenEtwa 200 Katholiken gibt es, davon kommen regelmäßig 60 bis 70 zum Gottesdienst. Dazu gehören viele Studenten aus verschiedenen afrikanischen Ländern, die in Astrachan studieren und das Gemeindeleben mit prägen. Sie haben allesamt wenig Geld zum Leben. Auch die anderen Menschen dort sind arm. Kirchensteuer ist sinnlos – sagt Bischof Pickel. Das ganze Bistum lebt von Spenden. Zur Gemeinde gehören der Pfarrer, Pater Michael, der Kaplan, der Deutsch sprechen kann,  und drei kanadische Ordensfrauen, die sich stark der Eucharistiefeier widmen.

in einer Familie der Kongregation Papst Johannes der XXIIIDass der christliche Glaube auf Nächstenliebe gebaut ist, spürt man. Es gibt alleinstehende Frauen, die mit zum Teil behinderten Kindern Familien bilden. Zwei Frauen davon gehören zur italienischen Wohltätigkeitsorganisation „Papst Johannes XXIII.“ Diese haben von der Organisation etwas Unterstützung, leisten aber viel, auch Obdachlosenhilfe.

Seit ca. 15 Jahren besteht unsere Partnerschaft nach Astrachen. Pfarrer Dittrich besuchte zweimal die Gemeinde. Im Dezember 2012 reiste eine Gruppe von fünf Gemeindemitgliedern und Pfarrer Marschner zum 250. Jahrestag des Kirchenbaus und dem 20. Jubiläum des wieder neubegonnen Gemeindelebens dorthin.

die Zittauer DelegationVor nicht allzulanger Zeit kam eine kleine Delegation unserer Partnergemeinde: Zum 125. Kirchenjubiläum in Zittau nahmen 2015 drei Astrachaner Frauen und ihr Pfarrer, Pater Michael teil. So bekam die Partnerschaft für die Zittauer Gemeindemitglieder gleich mehrfach ein Gesicht.

Die Partnerschaft besteht für uns hauptsächlich im Unterstützen und im Aufbauen von Kontakten. Katja Heidenger aus Astrachan, die vor einigen Jahren Zittau besuchte, und gut Deutsch kann, ist in regelmäßigem Kontakt mit uns.

Neben der jährlichen Türkollekte, dessen Erlös zu Weihnachten nach Astrachan geht, wird auch das Kinderhaus „Antoschka“ mit Materialien oder Geld von uns bedacht. Antoschka ist eine Nachmittagsbetreuung für Schulkinder aus schwierigen familiären Verhältnissen.

Kontakt:
Gabriele Haseneder
Tel.: 03583-511 515
Mail: g.haseneder@yahoo.de