Geistlicher Impuls für die Woche 4/2018

Das Hildegard-Labyrinth – Teil 3: Begegnung mit der Liebe

Heute schreiten wir den nächsten Abschnitt im Hildegard-Labyrinth ab. Wir ziehen dazu einen großen Bogen, der noch ziemlich weit von der Mitte entfernt ist. Das Knirschen der kleinen Kieselsteine kann die Assoziation wecken, wie mühsam der geistliche Weg sein kann. Der tragende Boden unter den Füßen kann aber genauso gut in Erinnerung rufen, dass wir auf unserer Gottsuche getragen sind. Orientierung geben die rechts- und linksseitigen Pflasterreihen, so dass wir bald den nächsten Stein erreichen. Es ist ein einladender Wendepunkt, an dem uns eine Frauengestalt mit erhobenen Armen begrüßt. Unübersehbar hält sie uns ein unbeschriebenes Buch hin. Wer mag diese Gestalt sein?   Alles lesen


 

Geistlicher Impuls 3/2018

Das Hildegard-Labyrinth – Teil 2: Der erste schroffe Richtungswechsel

Nachdem wir in der letzten Woche lange am Ausgangspunkt des Hildegard-Labyrinths verweilen konnten, gilt es heute, die ersten Schritte – hinein ins Innere – zu wagen. Wir nehmen uns zunächst nur einen kleinen Abschnitt vor, der vom Eingang bis zur ersten großen Kehre reicht. Denn dort liegt der zweite der insgesamt fünf Keramiksteine, die uns bei dieser zehnteiligen Betrachtung begleiten werden. Diesmal begrüßt uns eine lebensgroße Hand, die nahezu die gesamte Steinfläche ausfüllt – ein starkes Symbol unseres Menschseins, aber auch unserer Beziehung zu Gott. Ein solches Zeichen am Wegesrand wirft viele Fragen auf.

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Geistlicher Impuls 02/2018

Das Hildegard-Labyrinth – Teil 1: Eintreten in das eigene Innere

Oft empfinden wir die ersten Tage des neuen Jahres als etwas Besonderes – vielleicht spüren wir sogar jenen „Zauber des Anfangs“, von dem Herrmann Hesse in einem Gedicht schreibt. Zumindest dann, wenn wir diese Zeit aufhellen mit unserer stillen Hoffnung, manches möge in der Zukunft besser werden; wenn wir dafür schon erste Ideen haben und ernste Vorsätze fassen. Doch für solch einen Neuanfang genügt es meist nicht, nur ein wenig an den altbekannten Stellschrauben zu drehen. Manchmal müssen die gewohnten Pfade verlassen und ganz neue Wege gesucht werden. Für solch eine Umorientierung steht ein schönes Zeichen: das Labyrinth. Wir wollen uns heute einmal gedanklich in ein solch symbolträchtiges Wegesystem begeben und uns inspirieren lassen, wie unser Leben im neuen Jahr eine andere, eine bessere Richtung erhalten könnte.   Alles lesen


 

Geistlicher Impuls für die Woche 1/2018

Eine besondere Zeit: die zwölf heiligen Nächte

Wir befinden uns gerade inmitten einer besonderen Zeit, die ganz unterschiedliche Namen trägt. Hierzulande spricht man meist von den zwölf heiligen Nächten. Andernorts bezeichnet man die Zeit um den Jahreswechsel auch Rauhnächte, Untertage, Rauchnächte oder Glöckelnächte. Sie ist geprägt von vielen Ritualen, die auf uraltes germanisches und altslawisches Brauchtum zurückgehen. Auch wenn hierbei viel vom weitverbreiteten Aberglauben durchsetzt ist, zeigen diese heidnischen Bräuche in ihrem Kern, dass die Menschen in diesen Tagen viel sensibler sind für die geistliche Dimension des Lebens. Wir wollen diesem Phänomen auf den Grund gehen und dabei Anregungen für unseren geistlichen Weg suchen. Dabei gilt es, wachsam zu sein und gut zwischen Aberglauben und nützlichen spirituellen Zugängen zu unterscheiden.

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Geistlicher Impuls für die Woche 52/2017

Weihnachten mit Teresa von Ávila (Teil 8: sich mit Gott untrennbar verbinden)

Nun ist Weihnachten – und damit sind wir am Ziel unserer adventlichen Einstimmung angekommen. Es ist der große Moment, in dem uns Teresa von Ávila in die siebente und damit letzte Wohnung mitnimmt. Diese Gemächer stehen für das Finale jenes geistlichen Wachstumsprozesses, für den die Mystikerin in ihrem Werk „Die innere Burg“ so leidenschaftlich wirbt. Auch wenn die Ordensfrau hier aus eigener Erfahrung spricht, so ringt sie doch um Worte, um das geheimnisvolle Eintreten in diese innerste Zone zu beschreiben. Sie greift deshalb wieder auf ein Bild aus dem Bereich der menschlichen Liebe zurück und stellt uns die Wirkungen vor, die mit dem Ankommen in der siebenten Wohnung verbunden sind.

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