Geistlicher Impuls für die Woche 46/2017

Einstimmen auf Weihnachten mit Teresa von Ávila (Teil 2: Sich selbst erkennen)

Noch sechs Wochen bis Weihnachten – sechs Wochen, um uns auf die besinnlichste Zeit des Jahres einzustimmen. Wie schon im geistlichen Impuls der letzten Woche angekündigt, wollen wir uns mit der „inneren Burg“ befassen – dem spirituellen Meisterwerk der hl. Teresa von Ávila. Von den sieben Wohnungen, die als Metapher für die zunehmende Nähe Gottes beschrieben werden, soll uns heute zunächst nur die erste Wohnung interessieren. Es ist, wie Teresa selbst gesteht, ein düsterer Ort. Trotzdem lohnt es sich, mutig hineinzugehen und weiter ins Innere vorzudringen.

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Geistlicher Impuls für die Woche 45/2017

Einstimmen auf Weihnachten mit Teresa von Ávila (1. Teil: Eintreten ins Innere)

Wenn zu St. Martin am 11. November allerorten die Lampionumzüge unterwegs sind, ist das ein schönes Zeichen, das etwas Neues beginnt. Denn kurz danach beginnen die vierzig Tage, die Weihnachten vorgelagert sind. Vierzig Tage, die seit jeher den Festvorbereitungen gewidmet sind. Viele Besorgungen stehen an, auch die Wohnungen wollen auf Hochglanz gebracht werden. Doch in dieser notwendigen Geschäftigkeit spüren viele, dass es mehr braucht. Es braucht Zeit zur Einstimmung. Deswegen sind in unseren Tagen sicher auch die Weihnachtsmärkte und Adventsfeiern so beliebt. Weihnachtliche Gerüche, Leckereien, typische Klänge – all das ist hier im Vorfeld schon erlebbar und weckt die Vorfreude auf die Festtage. Doch es gibt auch noch andere – vielleicht sogar bessere – Formen, wie man auf die schönste Zeit des Jahres zugehen kann.   Alles lesen


 

Geistlicher Impuls für die Woche 44/2017

Bruder Tod

In den nächsten Tagen beginnt er wieder: der ungeliebte November. Keine Jahreszeit schlägt uns Mitteleuropäern mehr aufs Gemüt als die grauen, nassen und oft stürmischen Tage des Spätherbstes. Kein Wunder, dass sich auch das Thema „Sterben und Tod“ ganz tief in diesen Monat eingewurzelt hat. Bewusster als sonst gehen wir auf die Friedhöfe und schmücken der trostlosen Zeit zum Trotz die Gräber. Der Gedanke an den Tod wirkt dabei oft wie ein zweiter Magnet. Entweder er stößt uns heftig ab, weil wir uns vor ihm fürchten. Oder aber er zieht uns an, weil wir des Lebens überdrüssig sind. Auch in der geistlichen Tradition spielt der Tod eine große Rolle. Es gibt kaum einen großen spirituellen Lehrer, der sich nicht zu ihm geäußert hätte. Doch nicht selten finden wir dort noch einen ganz anderen Zugang und den wollen wir mit dem heutigen Impuls erkunden.   Alles lesen


 

Geistlicher Impuls für die Woche 43/2017

„Ein Schatz nicht von Gold“ – eine Ausstellung auf der Albrechtsburg Meißen

 Noch bis zum 5. November kann auf der Albrechtsburg in Meißen eine sehenswerte Ausstellung besucht werden. Sie ist Sachsens erstem Heiligen – Benno von Meißen – gewidmet und trägt den schönen Titel „Ein Schatz nicht von Gold“. Doch wie so oft wird es den Schatzsuchern nicht leichtgemacht, das eigentlich Kostbare zu finden. Eine erste Spur legt die Ausstellung mit der beachtlichen Sammlung an wertvollen Gegenständen, die in irgendeiner Weise mit dem hl. Benno in Verbindung stehen und aus aller Welt zusammengetragen wurden: unterschiedlichste Darstellungen des Heiligen, liturgische Gewänder seiner Zeit und originale Handschriften. Die versierten Ausstellungsführer betonen dabei immer wieder: Der Wert dieser Ausstellungsstücke bemisst sich nicht zuvorderst in Unzen oder Karat, sondern in der Unwiederbringlichkeit dieser geschichtlichen Zeugnisse. Doch auch damit ist der eigentliche Schatz, den uns der hl. Benno hinterlassen hat, noch nicht gehoben. Denn dieser liegt auf einer ganz anderen Ebene – viel tiefer. Begeben wir uns also mit dieser Betrachtung auf die Suche!   Alles lesen


 

Geistlicher Impuls für die Woche 42/2017

Der hl. Wendelin: Königssohn, Pilger, Viehhirte und Abt

Wer durch die kleine nordböhmische Ortschaft Krassa (Chrastná) nahe des bekannten Kurbads Kunnersdorf (Lázně Kundratice) fährt, wird von einer seltenen Sandsteinfigur begrüßt. Sie wacht auf einer barocken Toreinfahrt, die zu einem frisch renovierten Gebäudekomplex gehört. Diese lebensgroße Plastik wird meist als „Schäfergestalt“ angesprochen. Doch wer genauer hinschaut, entdeckt in dem freundlichen Gesellen einen Heiligen – genauer gesagt: Sankt Wendelin von Tholey. Wir wollen seinen Gedenktag, den 21. Oktober, zum Anlass nehmen, uns von diesem steinernen Zeugnis einstiger Volksfrömmigkeit inspirieren zu lassen.

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