Geistlicher Impuls für die Woche 42/2018

Antonius der Große – Teil 1: Der Anruf inmitten eines Schicksalsschlages

Die Geschichte der christlichen Spiritualität ist eine Geschichte von gewagten Experimenten. Meistens sind es zunächst einzelne Menschen, die auf der Suche nach einem gottgefälligen Leben völlig neue Wege gehen – oft verbunden mit dem Phänomen, dass sich weitere Anhänger für dieses Abenteuer finden und schließlich eine geschichtsträchtige Bewegung auslösen. Einer dieser kühnen Pioniere ist Antonius der Große, der im 4. Jh. die Wüste als spirituellen Lebensort für sich entdeckt. Dieser mutigen Gestalt widmen wir eine Betrachtungsreihe, um uns zugleich dem Thema des diesjährigen Besinnungstages im Pilgerhäusl anzunähern: der Spiritualität der Wüstenväter als Lebensorientierung für heute.   » Alles lesen


 

Geistlicher Impuls für die Woche 41/2018

Buch Rut – Teil 7: Erzähltes auf sich selbst beziehen

In Estland sagt man: „Feiertage kommen wie Könige und gehen wie Bettler.“ Das Sprichwort kontrastiert die freudige Erwartungshaltung auf ein Fest mit dem wehmütigen Gefühl, wenn alles wieder vorbei ist. Der Kontrast muss auch so sein, denn jeder weiß: Wäre das Vergnügen von Dauer, so bräuchte es keine besonderen Feiertage mehr. Doch der Spruch lässt sich auch anders auslegen. Der letzte Teil unserer Betrachtungsreihe zum Buch Rut wird uns das aufzeigen.

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Geistlicher Impuls für die Woche 40/2018

Buch Rut – Teil 6: Aus Kleinem entsteht ganz Großes

Kleine Lebewesen besitzen eine seltsame Ambivalenz. Einerseits rühren sie an unseren Beschützerinstinkt; wir gehen zum Beispiel ganz behutsam mit einem Marienkäfer oder einer zarten Blüte um. Andererseits wird gerade das Kleine – wie eine Waldameise – oft übersehen oder gar achtlos zertreten. Im letzten Erzählabschnitt des Buches Rut werden wir eines von vielen Beispielen der Bibel hören, dass Gott gerade auf das Kleine setzt – und das mit Erfolg!

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Geistlicher Impuls für die Woche 38/2018

Buch Rut – Teil 4: Verborgene Wirkkräfte

Die hebräische Sprache, in der auch ursprünglich das Buch Rut verfasst wurde, kennt nur rund 6.000 Wörter. Wie wenig das ist, wird deutlich, wenn wir den deutschen Wortschatz dagegensetzen: Wir können immerhin auf ca. 75.000 Wörter zurückgreifen; das ist mehr als das Zwölffache. Und trotzdem entsteht nicht der Eindruck, die biblischen Geschichten würden unter der Wortarmut leiden. Sie wirken spannend und verstehen es, den Leser in das Geschehen hineinzuziehen. Im vierten Teil unserer Betrachtungsreihe zum Buch Rut werden wir dem Geheimnis dieser Erzählkunst nachgehen und dabei ein weiteres Gestaltungselement aufspüren.   » Alles lesen


 

Geistlicher Impuls für die Woche 35/2018

Buch Rut – Teil 1: Am Anfang war das Leid…

Viele Geschichten des Alten Testaments weisen in der christlichen Tradition ein seltsames Phänomen auf: Es gibt über sie wunderschöne – zumeist auch sehr ansprechend illustrierte – Kinderbücher. Bei den Erwachsenen spielen diese biblischen Erzählungen jedoch kaum noch eine Rolle. Es ergeht ihnen ähnlich wie den Märchen: Sie bleiben – bildlich gesprochen – förmlich in den Kinderschuhen stecken. Das ist schade, weil sie uns ein Leben lang viel zu sagen hätten. Allerdings gleichen die alttestamentlichen Texte oft einer Schalenfrucht. Das heißt: Unter der Oberfläche der eingängigen Geschichten verbirgt sich weitaus mehr. In einer mehrteiligen Reihe wollen wir dieses wertvolle Innere behutsam herausschälen und zwar ganz konkret anhand des Buches Rut.   » Alles lesen